Lektionen, die ich aus den vielen Fehlern gelernt habe, die ich in meinen Jahren als Neuling (und nicht nur) in der Unternehmenssoftwarepaketierung gemacht habe.

Ich habe, wie Sie vielleicht alle, meinen Anteil an Paketierungsfehlern. Und das hat mich dazu veranlasst, eine Serie von „Don’t DO IT!“-Artikeln zu starten, die auf meinen umfangreichen Erfahrungen in der Welt der Unternehmenssoftwarepaketierung basieren.

Zielsetzung: Ihre Rechner so sauber wie möglich zu halten und unnötige Dateien aus dem System zu löschen. Dies geschieht entweder durch manuelle Bereinigung, Tools von Drittanbietern oder speziell entwickelte Skripte/Apps.

Fehler: Löschen des Installer-Ordners, besser gesagt C:\Windows\Installer.

Auswirkung: Der Speicherort C:\Windows\Installer darf bei der Bereinigung nicht angetastet werden, sonst drohen große Konsequenzen.

Schauen wir uns ein wenig genauer an, was hier eigentlich passiert.

Über den Installer-Ordner

Dies ist der Ordner, den Windows Installer für die Zwischenspeicherung der Anwendungen – MSI, MST oder MSP – verwendet.

Der Installer-Ordner wird standardmäßig vom Betriebssystem versteckt. Es ist jedoch nicht so schwer, ihn zu erreichen, und er ist nicht durch zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen geschützt, z. B. durch die Übernahme des Eigentums an dem Ordner.

Das bedeutet, dass jedes Mal, wenn Sie eine Anwendung oder einen Patch im System installieren, Windows Installer automatisch einen Zwischenspeicherprozess im Ordner C:\Windows\Installer der jeweiligen Anwendung/des jeweiligen Patches startet.

Wenn Sie den gesamten Inhalt des Installer-Ordners löschen, wird jede Anwendung, die über Windows Installer installiert wurde, nicht entfernt.

Damit eine Anwendung entfernt werden kann, muss die Anwendung genau wissen, was aus dem System entfernt werden soll (Dateien, Registrierung) oder welche zusätzlichen benutzerdefinierten Aktionen während der Deinstallation ausgelöst werden müssen.

Obwohl eine Anwendung auf dem Computer veröffentlicht wird und spezifische Informationen in der Registrierung zu finden sind, können die oben genannten Informationen nur aus der zwischengespeicherten MSI-Datei entnommen werden.

OK, Sie haben es geschafft. Und was nun?

Um eine Anwendung zu reparieren, zu patchen oder zu entfernen, die nicht mehr im Installationsordner zwischengespeichert ist, können Sie versuchen, die MSI/MSP oder die MSI und MST (falls der Installer eine Transformationsdatei enthielt) erneut zwischenzuspeichern. Dies schlägt in jedem Fall fehl, da die Anwendung als bereits auf dem Rechner vorhanden angesehen wird.

Wenn Sie ein Verwaltungstool wie SCCM oder Intunes verwenden, werden die Dinge ein wenig komplexer.

Wenn eine Anwendung erstellt und über SCCM bereitgestellt wird, wird die Erkennungsmethode normalerweise auf den Produktcode der MSI angewendet. Die Schwierigkeit besteht darin, dass die Anwendung, wenn Sie Ihren Installationsordner leeren, in SCCM immer noch als installiert angezeigt wird.

Die einzige Option, die dem Benutzer im Software Center zur Verfügung steht, ist die Deinstallation der Anwendung (nur, wenn Sie vor der Bereitstellung keinen Reparaturbefehl für Ihre Anwendung hinzugefügt haben).
Dies schlägt jedes Mal fehl, wenn der Benutzer es versucht.

DIE LÖSUNG: In diesem Szenario ist die einfachste Möglichkeit, das Problem zu beheben, eine vollständige Neuinstallation von Windows.

Löschen Sie den Installationsordner nicht!

Ich kann nicht genug betonen, wie wichtig es ist, den Installationsordner nicht zu löschen oder zu leeren. Mit den obigen Schritten haben wir es geschafft, das MSI zu entfernen, aber Sie können so viele verschiedene Szenarien auf Ihrem Computer haben, entweder MSI mit MST oder Patches.

Die Reparatur eines solchen Fehlers erfordert viel Zeit, und es ist fast unmöglich, eine 100%ige Erfolgsquote zu erzielen.

Ich sage Ihnen also noch einmal, diesmal in Großbuchstaben: LÖSCHEN SIE IHREN INSTALLATIONSOFFENTLICHKEITSORDNER NICHT!